Unser Team in Weiningen

    An den fünf MOAG-Standorten in Uznach, Uzwil, Mörschwil, Sennwald und Weiningen sorgen unsere Mitarbeitenden dafür, dass es auf den Ostschweizer Strassenbaustellen rundläuft. Wir besuchen das kleinste Team der MOAG, das Trio aus Weiningen.

    Von links nach rechts: Sandro Wagner, Ivan Lang und Kevin Roth.

    Ivan Lang, Anlagenchef
    «Mit unserer Mini-Anlage geben wir ganz schön Gas. Je nach Auftragslage können wir an einem Tag über 1000 Tonnen Asphalt produzieren. Ich denke, damit stehen wir im Vergleich zu anderen MOAG-Werken gut da. Um alles am Laufen zu halten, müssen wir mindestens zu zweit vor Ort sein. Falls eine Störung eintritt, hält einer am Bildschirm die Stellung, während der andere die Ursache aufspürt.

    Aussergewöhnlich ist, dass unser Werk in vielen Bereichen noch mechanisch funktioniert, während andere MOAG-Standorte bereits komplett digital gesteuert werden. Die Anlage in Wei­ningen entstand in den frühen 1990er-Jahren. Damals hiess sie noch MIFAG Mischgutwerk Frauenfeld AG. Seither wurde sie teilweise modernisiert. Natürlich nutzen auch wir den Computer, um Mischungen zusammenzustellen, das Geschehen zu steuern und die Bestellungen zu koordinieren. Aber die Grundstruktur und der Aufbau der Produktion sind noch nach alter Schule.

    Da ich Strassenbauer gelernt habe, kenne ich den Umgang mit Asphalt seit meiner Lehrzeit. Später stieg ich bei der MOAG als Mischmeister in die Produktion ein. Meine aktuelle Funktion als Anlagenchef in Weiningen habe ich seit Ende 2024 inne. Zugute kommt mir, dass ich die Abläufe kenne und genau weiss, wie ich planen muss: zeitlich, materialtechnisch und bei den personellen Ressourcen. So schaffen wir es, dass das Ergebnis im Sinne der Kundschaft ist.»

    «Manchmal draussen, manchmal drinnen, diese Abwechslung schätze ich sehr.»

    Sandro Wagner, Mischmeister

    Kevin Roth, Mischmeister
    «Klein, aber sehr fein – dieses Motto zeichnet unser Team aus. Lange war es so, dass wir in Weiningen zu zweit im Einsatz standen. Letzten November haben wir Verstärkung bekommen, dank Sandro sind wir nun zu dritt. Uns macht aus, dass wir offen und lösungsorientiert an die Arbeit herangehen. Das ist möglich, weil wir bestens miteinander harmonieren und uns gut absprechen. Bei den täglichen Aufgaben gilt: Alle machen alles. Die persön­liche Ebene muss ebenfalls stimmen. Das bedeutet mir viel, und meine Kollegen sehen es ebenso.

    Auch jetzt, da wir zu dritt sind, dürfen wir uns mit Stolz als das kleinste Team der MOAG bezeichnen. Zudem halten wir einen weiteren Rekord, denn wir betreiben die älteste Anlage innerhalb des Unternehmens. Den Maschinen, den Silos und der gesamten Einrichtung ist anzumerken, dass wir es hier mit einem «Oldtimer» zu tun haben. Das sage ich so, weil ich finde, dass diese Ausstattung einen besonderen Charme ausstrahlt.

    Da ist zum Beispiel unser Häuschen mit sechseckigem Grundriss – wo sonst gibt es das? In der oberen Etage, im Büro und im Pausenraum, hat man einen Rundumblick wie in einem Kontrollturm. So sind wir nahe dran an allem, was sich tut. Doch ohne Einhausung ist unser Werk der Witterung und den sich verändernden Temperaturen ausgesetzt. Das müssen wir beachten, wenn wir unsere Mischungen anfertigen. Die Schwan­kungen, die sich durch die Einflüsse von aussen ergeben, sind nicht zu unterschätzen.»

    Sandro Wagner, Mischmeister
    «Bevor ich Ende 2025 bei der MOAG eingestiegen bin, war ich Chauffeur. Unter anderem transportierte ich diverse Asphaltmischungen. So kam ich regelmässig nach Weiningen, wobei ich Ivan und Kevin kennenlernte. Als ich erfuhr, dass bei ihnen eine weitere Stelle ausgeschrieben wird, habe ich mich gleich gemeldet. Das könnte passen, dachte ich, und so ist es jetzt. Ich hatte einfach Lust auf eine Veränderung, denn auf den Strassen war ich lange genug unterwegs. Das Handwerk des Mischmeisters lerne ich direkt im Alltag. Manchmal draussen, manchmal drinnen, diese Abwechslung schätze ich sehr. Von Vorteil ist, dass ich mich aufgrund meiner Erfahrung gut in die Perspektive der Fahrerinnen und Fahrer hineinversetzen kann, die bei uns ihren Asphalt abladen oder abholen. Dass ich gelernter Fahrzeugschlosser bin, ist ideal. Diese Kenntnisse helfen mir nun bei Reparatur- und Revisionsarbeiten.»

    Aufgezeichnet von: Anina Rütsche